Das Team von Prof. Berthold Hocher untersucht seit mehreren Jahren, wie chronische Erkrankungen entstehen und den Körper beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen dabei Prozesse, die Organe schädigen, sowie Möglichkeiten, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge zu gewinnen und Ansätze zu entwickeln, die Diagnose und Behandlung langfristig verbessern können.

     

     

    Kurzübersicht – Projektinhalt auf einem Blick

    • Untersuchung von Krankheitsprozessen und deren Auswirkungen auf Organe
    • Entwicklung von Ansätzen zur frühzeitigen Erkennung von Veränderungen
    • Beitrag zu einem besseren Verständnis für Diagnose und Behandlung 
    • Laufzeit: seit 2019
    • Unser Kooperationsartner: Boehringer Ingelheim

     

    Die Herausforderung

    Chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck verursachen schleichende Schäden an lebenswichtigen Organen. Häufig bleiben diese Veränderungen lange unbemerkt, bis ernsthafte Folgen wie Nieren- oder Herzschäden auftreten. Frühzeitige Warnsignale sind schwer zu erkennen, und herkömmliche Methoden erfassen oft erst fortgeschrittene Stadien. Das verzögert Behandlungsmöglichkeiten und erhöht das Risiko für schwerwiegende Komplikationen, was sowohl für Betroffene als auch für das Gesundheitssystem große Herausforderungen darstellt.

    Die Idee

    Um die Entstehung und den Verlauf chronischer Erkrankungen besser zu verstehen, konzentriert sich die Forschung auf die Mechanismen, die Organe schädigen. Ziel ist es, Muster und Prozesse frühzeitig zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Hierbei kommen moderne präklinische Modelle und Laboranalysen zum Einsatz, die Zusammenhänge zwischen Krankheit, Organbelastung und Biomarkern systematisch nachzeichnen und besser verständlich machen.

     

    Die Lösung

    Durch die Kombination von Biomarker-Analysen, Laboruntersuchungen und präklinischen Modellen können frühe Veränderungen in Organen erkannt werden. So lassen sich Risikofaktoren identifizieren, Krankheitsverläufe besser vorhersagen und Interventionen gezielter planen. Langfristig sollen diese Erkenntnisse die Entwicklung wirksamerer Diagnose- und Therapieansätze ermöglichen, um chronische Erkrankungen frühzeitig zu behandeln und deren Folgen nachhaltig zu verringern.